Art und Geschreibsel

von Lotta Blau & Freunden

Herzlichen Dank an die Teilnehmenden! 

Wildtrud Schachinger: 

Frieden...warum ist es so schwer Frieden zu erlangen? Ich glaube, die "Wurzel des Übels" liegt in dem Wollen nach mehr, mehr Macht, mehr Geld... schneller, weiter, höher, besser, die Sucht nach den Superlativen. Fehlt uns die ZuFRIEDEnheit, zuFRIEDEn zu sein mit dem was ist? Eigentlich steckt ja der FRIEDE in dem kleinen Wörtchen ZuFRIEDEnheit, nicht wahr...
FRIEDEnstüchtig = ZuFRIEDEnheit
Dankbar, auch demütig, vertrauensvoll und zufrieden sein mit dem was wir haben, mit dem was ist. Und da kann jeder im Kleinen bei und für sich beginnen... viele Sandkörner bilden schlussendlich einen Berg und viele Tropfen den Ozean...
(Mein Bild trägt den Titel "Demut" und ist in Enkaustik ausgeführt)









Pia-Katharina Feldhege: @Hoffnung



Anita Welk: Ich frage mich, ab wann bin ich nicht friedenstüchtig ?


Thomas Macek:

DER DORT DRÜBEN
Der dort drüben
ist dein Feind,
Soldat,
das sagte dir der Leutnant ,
dem sagte es der Oberst,
dem der General,
der hat es
vom Präsidenten,
und er
von den Direktoren
der Rüstungsindustrie.
Doch
der dort drüben,
Soldat
hat die gleiche Angst wie du,
und hat die Hosen
genauso voll, wie du
wenn die Granaten fliegen.,
Wie du,
Soldat,
hat er Frau und Kind zu Haus,
und eine Mutter,
die um ihn bangen,
wie die Deinen,
bei dir zu Haus.
und er glaubt,
du bist sein Feind,
Soldat,
das sagte ihm sein Leutnant,
der hat es von seinem Obersten.,
der von seinem General,
der vom Präsidenten,
und der
von den Direktoren der Rüstungsindustrie,
Euch haben sie belogen,
und haben sie betrogen,
und du,
Soldat,
und der dort drüben,
werdet aufeinander ,
wie es euch befohlen ward,
schießen,
werdet töten,
werdet krepieren
in Dreck und in Blut,
wie es euch befohlen ward.
Doch wer,
Soldat
ist denn wirklich dein Feind,
der dort drüben,
mit seiner Angst,
oder doch
der Leutnant,
der Oberst,
der General,
der Präsident
und die Direktoren
der Rüstungsindustrie?
Leg dein Gewehr weg,
Soldat,
und geh hinüber
zu dem dort drüben,
der dein Bruder ist,
reich ihm die Hand,
und geht gemeinsam vor,
gegen die Leutnants,
die Obersten,
die Generäle
die Präsidenten,
und die Direktoren
der Rüstungsindustrie,
dann wird wohl
Frieden sein
zwischen dir,
Mensch,
und deinem Bruder
dort drüben.


WAS BRAUCHEN WIR HEUTE?
Was brauchen wir heute?
Helden,
Führer,
Krieger,
Opfermut
Vaterlandsliebe,
noch mehr Waffen,
Panzer,
Bomben,
harte Herzen,
wenig Hirn,
nicht mehr logisch denken,
Gehorsam,
Bündnistreue
das brauchen wir heute,
so wird uns gesagt,
Tag für Tag,
und so viele Menschen
glauben das,
und plappern es nach
Kriegstüchtig werden,
heißt die Losung,
achtzig Jahre
nach dem gro0ßen Morden.
Doch
was brauchen wir denn wirklich?
Mitgefühl,
Sanftmut,
Vergebung,
Verständnis,
Edelmut,
Freiheit,
Glauben,
Hoffnung,
Liebe,
damit wir endlich
friedensfähig werden,,
denn das müssen wir werden,
und zwar jetzt,
solange es noch Zeit ist,
bevor wieder
ein großes Morden
durch die Welt geht.
das müssen wir
jetzt schnell werden
friedensfähig.


Silke Gonzalez Leon

Der Flügelschlag eines Schmetterlings - ein kleines Ereignis, das große Veränderung anstößt. Bild @ Silke



Lotta Blau: 

Der Wille zum Frieden, ist der Wille zum Leben!


Das Absurde im Menschen

Der propagierte Feind im Kopf
Am ersten Tag schimpfte er. Voller Wut und mit einem Ruck seines rechten Armes wischte er den Teller vom Tisch.
Du sollst nicht essen, schrie er.
Am zweiten Tag nahm er ihm das Wasser. Kippte den Krug aus. Das Wasser lief dabei über seine Füße.
Du sollst nicht trinken, schnaufte er wütend.
Am dritten Tag verdunkelte er das Fenster im Zimmer.
Du sollst kein Licht sehen.
Am vierten Tag nahm er ihm die Kleidung.
Frieren sollst du.
Am fünften Tag verbot er ihm zu sprechen.
Am sechsten Tag zu weinen und zu flehen. Sei ruhig, du gehörst bestraft, schrie er. Du bist mein Feind!
Am siebten Tag stellte er sich vor den Spiegel.

Er sah den er bestraft hatte: sich selbst.

Lotta Blau/ 2025

Jeder Krieg ist auch ein Krieg gegen das Selbst!

Hass und Krieg ist Schwäche, denn es ist der einfachste Weg, während Diplomatie und Frieden Stärke bedeutet, denn es ist und bleibt der schwierigste Weg dieses anzustreben, umzusetzen und langfristig zu erhalten! Kriege und Gewalt sind etwas geistig Primitives, sie sind ein Zeugnis einer diplomatischen Unfähigkeit.

Lotta Blau